Freitag, 9. März 2012

Ein eigenartiger Code, Teil 4

Nachdem in <Ein eigenartiger Code, Teil 3> die Prinzipien der Entschlüsselung der Eichhorn-Signatur erläutert worden sind, wird sich dieser Blogbeitrag der Diskussion von aktuellen Problemen und offenen Fragen in diesem Zusammenhang widmen, in der Hoffnung, dass in näherer oder fernerer Zukunft der eine oder andere der genannten Punkte einer Klärung zugeführt werden können.


Die Bedeutung der römischen Ziffern
Die typische Eichhornsignatur setzt sich aus den Teilen a. lateinische Zahl, b. Buchstabe und c römische Zahl zusammen. Auf die Bedeutung von a. und b. wurde in Teil 3 dieser Blogfolge eingegangen. Nach gängiger Ansicht gibt die römische Zahl den Monat des Herstellungsjahres an, also z.B. III für März oder IV für April etc. Drei Gründe sprechen gegen diese Interpretation: Erstens ist es unverständlich, dass ein eher unbedeutendes Detail wie der Herstellungsmonat explizit festgehalten wird, da ja nicht einmal das wesentlich bedeutsamere Herstellungsjahr eindeutig angegeben wird. Zweitens habe ich nach Sichtung zahlreicher Instrumente nie römische Ziffern im Dreifachcode a.b.c gesehen, die über die Zahl IV hinausgegangen wären. Alle Angaben mit römischen Zahlen höher als IV hängen mit einer anderen Art der Kodierung zusammen, die weiter unten angesprochen wird.  Drittens erscheint die römische Zahl nicht im Stammbuch, in dem sich eine Zuordnung zum Herstellungsjahr ohne weiteres nachvollziehen lässt. Weitaus logischer scheint mir daher folgende Interpretation der römischen Zahl: Das Alphabet zählt ohne die drei Umlaute ä, ö und ü 26 Buchstaben. Wenn jeweils eine Serie von 100 Instrumenten einem Buchstaben des Alphabets zugeordnet wurde, ergibt dies pro vollständiges Alphabet 2600 Instrumente. Diese Zahl entspricht grob geschätzt etwa der Produktion in 20 bis 25 Jahren (100 bis 120 Instrumente pro Jahr). Im Zeitraum von etwa 100 Jahren würde dies bedeuten, dass die Kodierung vier bis fünf Mal mit der Serie a neu beginnen musste (vier bis fünf Alphabet-"Generationen"). Die römische Zahl könnte demnach die Alphabet-"Generation" markieren, d.h. die erste Generation von Instrumenten wurde nach dem Prinzip 1-100.a-z. kodiert, die zweite Generation 1-100.a-z.I, die dritte Generation 1-100.a-z.II etc. Die Klärung dieser Frage erfordert eine möglichst umfassende Auswertung des Datenbestandes an noch exisitierenden Signaturen und der Stammbuch- und Kalendereinträge.

Inkonsistenz der Kodierung
Die klassische Art der Dreifach-Kodierung wurde nicht immer beibehalten. Die Signatur der frühen Instrumente vor ca. 1900 folgt nicht diesem Schema.

Abb. 1: Signatur  einer 4-bässigen Orgel  von Alois Eichhorn-Steiner 


In der Zeit nach der Generalmobilmachung zum 2. Weltkrieg, also in der Zeit Ende 1939 bis 1940/41 wurde mindestens eine Serie von 100 Instrumenten nur mit einer Zahl und ohne Serienbezeichnung beschriftet (nur Code Teil a).

Abb. 2: Signatur von Josef Eichhorn um 1940

Im Jahre 1979 kam ein Alphabet zu Ende. Die Fortsetzung erfolgte nicht durch den Beginn einer neuen Alphabet-"Generation" sondern auf die Serie z folgte die Serie I (römisch Eins, Abb. 3).

Abb. 3: Seite aus dem  Stammbuch 1953-1984. Der Wechsel von z auf I (römisch eins) ist deutlich zu erkennen.

Es ist nicht möglich den genauen Zeitpunkt festzulegen, von dem weg die klassische Signatur in der Form a.b.c eingeführt wurde. Diese Inkonsistenzen bei der Beschriftung erschweren die genaue zeitliche Zuordnung, insbesondere auch auf Grund der Tatsache, dass wesentliche schriftliche Unterlagen zur Zeit nicht greifbar sind.

Stammbücher und Kalender
Zur Zeit ist das Stammbuch 1953-1984 digital erfasst und archiviert. Es handelt sich dabei um das letzte Stammbuch, das von der Fa. Eichhorn geführt wurde. Zudem sind die "Kalender" mit den Instrumenten aus den Jahren 1945 bis 1985 digital erfasst und archiviert. Stammbücher vor 1953 und Kalender vor 1945 müssen bis heute leider als verschollen eingestuft werden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Dokumente im Rahmen einer Aufräumaktion vernichtet wurden. Es besteht allerdings die berechtigte Hoffnung, dass diese pessimistische Aussage nicht zutrifft und die Dokumente in den nächsten Jahren zum Vorschein kommen werden, da aktuell gewisse Räumlichkeiten in der Eichhorn-Manufaktur nicht zugänglich sind.

Die Frage nach dem Warum?
Jedem Interessierten stellt sich die Frage, weshalb ein derart intransparenter Code für die Signatur der Instrumente verwendet wurde. Weit nahe liegender wäre eine fortlaufende Nummerierung der Instrumente oder z.B. eine Jahresangabe plus fortlaufende Nummerierung der Instrumente in diesem Jahr. Der Code ist eindeutig in einer Weise gestaltet, dass nur Eingeweihte mit Zugriff auf zusätzliche Informationen (Kalender- und/oder Stammbucheinträge, Kenntnis der Schriften) die Bedeutung der Angaben erkennen können. Hier zeigt sich ein typisches Charaktermerkmal der Eichhorns, nämlich die profunde Verschwiegenheit in Geschäftsangelegenheiten, die möglicherweise eine wesentliche Voraussetzung für den Geschäftserfolg war. Persönliche Gespräche mit noch lebenden Familienangehörigen haben ergeben, dass es üblich war, dass selbst engste Angehörige den Raum verlassen mussten, wenn die Männer über geschäftliche Dinge sprachen.  Also auch innerhalb der Eichhorn-Familie wurde strengste Geheimhaltung in geschäftlichen Angelegenheiten gewahrt. Die Folgen dieser Geschäftspolitik sind bis heute spürbar. Sie öffnen den Raum für Spekulationen und erschweren den exakten Nachvollzug der Geschichte der Eichhorn-Handharmonika.

Wie weiter?
Obwohl Signaturen schon gefälscht oder nachträglich abgeändert wurden, bieten diese die zuverlässigste Möglichkeit, das Baujahr eines Instrumentes einzuschätzen. Andere Merkmale wie Intarsien, Stimmenmaterial, Celluloid und Schilder sind wenig zuverlässig, da sie nachträglich leicht geändert werden können und da sie beim Bau der Instrumente nicht zuverlässig einer Periode zugeordnet werden können. Man nahm was man hatte bzw. was geliefert wurde und in einer Periode, die z.B.  durch grosse Würfelintarsien am Balgrahmen charakterisiert war, konnte es vorkommen, dass eine Zahl von Instrumenten mit kleinen Würfelintarsien versehen wurde! Um die geschichtliche Entwicklung der Eichhorn-Handharmonika besser nachvollziehen zu können und eine genauere Datierung der Instrumente zu ermöglichen, wäre es wünschenswert, wenn ein Register der noch existierenden Instrumente angelegt werden könnte. Der Autor dieses Blogs wäre gerne bereit, den Aufbau und die Verwaltung eines derartigen Registers in die Hand zu nehmen und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Er wäre allerdings auf die Mithilfe der Leser und Leserinnen, insbesondere auch der Sammler, Reparateure und Restauratoren angewiesen.







Mittwoch, 7. März 2012

Ein eigenartiger Code, Teil 3

Wie wir in den vorhergehenden Ausführungen festgestellt haben, ist (fast) jedes Eichhorn-Instrument mit einer zwei- bis dreistelligen Signatur versehen. Wie in Teil 1 angedeutet, lassen sich aus der Signatur ableiten, wer das Instrument in der Eichhorn-Manufaktur gestimmt hat (siehe Teil 2), in welchem Jahr das Instrument gebaut wurde und wer der Erstkäufer des Instruments war.

Die Signaturen bestehen typischerweise von links nach rechts aus

  • einer arabischen Zahl, z.B. 69.
  • einem lateinischen Kleinbuchstaben, z.B. n.
  • bei älteren Instrumenten (vor ca. 1950) einer römischen Ziffer, z.B. III
Abb.1: Signatur 69.n.

Abb. 2: Instrument Eichhorn, Tonart A-D, 3-chörig, 18 Bässe, 10 Kreuztöne mit der Signatur 69.n.

Die Angaben sind wie folgt zu lesen
  • Die arabische Zahl 69 bedeutet, dass es sich um das 69. Instrument aus einer Serie von 100 Instrumenten handelt.
  • Der lateinische Kleinbuchstabe gibt die Serienbezeichnung an. In diesem Fall handelt es sich um die Serie mit der Bezeichung n. 
  • Eine römische Ziffer fehlt bei diesem Instrument neueren Datums.
Die Signaturen wurden nach folgendem Prinzip angebracht: In der Manufaktur wurden die neu hergestellten Instrumente unterschiedlichen Typs in der Stimmstube fortlaufend von 1 bis 100 nummeriert. Eine Gruppe von 100 Instrumenten bildete eine Serie, in diesem Fall die Serie n. Wurde die Ziffer 100 erreicht, dann wurde auch die Serienbezeichnung nach dem Alphabet fortlaufend gewechselt. Also nach dem Instrument 100.n. wurde das nächste Instrument mit der Signatur 1.o. versehen.

Wie bereits in Teil 2 erläutert wurde, ist es möglich, anhand des Schriftbildes den Urheber der Signatur zu bestimmen. In diesem Fall war es Alois Eichhorn. Damit ist eine grobe Datierung möglich, da Alois Eichhorn (1924-2005) Instrumente ab 1945 bis 2005 signiert hat. Das Instrument wurde demnach in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt.

In der Stimmstube wurde über jedes hergestellte Instrument genau Buch geführt. Die Bezeichnungen der Instrumente sowie der Instrumententyp wurden in Kalendern festgehalten. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Kalender eigentlich nichts über das effektive Produktionsdatum aussagen, da die Kalender einfach anstelle von einem Notizbuch verwendet wurden. So finden sich z.B. im Kalender von 1966 die Angaben zu den Instrumenten, die im Zeitraum Ende 1966 bis Mitte 1972 hergestellt wurden.

Abb. 3: Umschlag des Kalenders 1966

Abb. 4: Kalender 1966, Woche 21. Eingetragen ist rechts der Jahreswechsel 1967-1968. Zudem erkennen wir in der ersten Zeile, dass zu dieser Zeit die Instrumente der Serie n. hergestellt wurden. Das erste Instrument, im Jahre 1968 wurde mit der Signatur 34.n. versehen.

Abb. 5: Drei Seiten später ist die Signatur unseres Instrumentes 69.n. aufgeführt. Die Bezeichnung 18/3/4 a/d bedeutet, dass die Orgel 18-bässig, 3-chörig, Bässe 4-fach in  der Tonart A-D ausgeführt ist. 
Damit kann gesagt werden, dass das Instrument mit der Signatur 69.n. in den ersten Monaten des Jahres 1968 hergestellt wurde.

Neben dem Eintrag in den Kalender wurde jedes Instrument mit seiner Signatur in einem Stammbuch eingetragen. Beim Verkauf des Instrumentes wurden das Verkaufsdatum, der Name des Käufers und ev. der Kaufpreis eingetragen.


Abb. 6: Umschlag des Stammbuches 1953-1984

Abb. 7: Stammbucheintrag für das Instrument 69.n. Die Orgel wurde am 5. März 1970 an das Musikhaus G. Steck-Strebel in Langnau verkauft. Der Verkaufspreis lag bei Fr. 1110.-. Die Orgel war im Katalog als Modell 102 aufgeführt und, wie wir bereits wissen, in der Tonart A-D.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Instrument mit der Signatur 69.n. in den ersten Monaten des Jahres 1968 gebaut und von Alois Eichhorn gestimmt wurde. Es wurde am 5. März 1970 an das Musikhaus Steck in Langnau verkauft.

Das Beispiel mit dem Instrument 69.n. wurde deshalb gewählt, weil in diesem Fall die ganze Linie - vom vorhandenen Instrument über den Kalendereintrag bis zum Stammbucheintrag - verfolgt werden kann und sich so das Prinzip des Codes, bzw. der Signatur vollständig darstellen lässt. In Teil 4 werde ich erläutern, warum dies zur Zeit in vielen Fällen noch nicht möglich ist.

Zum Abschluss dieses Teils ein weiteres Beispiel aus den Archiven für den Liebhaber

Abb. 8: Leo Schelbert (z Tönis Leo, 1905-1966), bedeutender Akkordeonist und einer der zahlreichen Muotathaler Komponisten.

Abb. 9: Kalender 1960 mit Eintragungen zu den Instrumenten mit Baujahr Ende 1960 bis 1965. Das Bildmotiv ist nicht ganz zufällig, da die Eichhorns grosse Autoliebhaber waren.

Abb 10: Das Kalenderblatt zeigt den Wechsel der Signatur von 100.b. auf 1.c. (auf Höhe 17. Februar). 

Abb. 11: Der erste Eintrag oben links bezeichnet das Instrument 22.c. Es handelt sich um eine chromatische Orgel mit 123 Bässen, 4-chörig, Bässe 2-fach, Schwyzerton mit dem Vermerk Leo Schelbert. Das Instrument wurde demnach zu Beginn des Jahres 1961 signiert.

Abb. 12: Eintrag im Stammbuch 1953-1984. Links sind die Instrumentennummern zu erkennen, in der ersten Zeile die Serienbezeichnung c. Unter 22. ist festgehalten, dass Leo Schelbert das Instrument 1961 gekauft hat, ein genaues Verkaufsdatum und der Kaufpreis sind nicht angegeben.




Dienstag, 14. Februar 2012

Ein eigenartiger Code, Teil 2

Die Schwyzerorgeln wurden bei der Fa. Eichhorn schon früh nach der Firmengründung 1886 in Kleinserien hergestellt. Die Arbeit wurde, wie es in einem Manufakturbetrieb typisch war, in verschiedene Arbeitsschritte aufgeteilt: Schreinerei, Herstellung und Montage der Mechanik, Balgherstellung, Stimmenbearbeitung wie Stemmen, Vorstimmen und Einpassen der Stimmplatten, Stimmen, Endmontage und Schlusskontrolle.

In guten Zeiten waren über 20 Angestellte in den verschiedenen Abteilungen tätig. Das Stimmen der Instrumente war jedoch bis zur Übernahme der Firma durch Werner Greuter im Jahr 1990 ausschliesslich Aufgabe von Angehörigen der Familie Eichhorn. Aus den vorbereitenden Abteilungen wurden die Bass- und Diskantteile in die Stimmstube geliefert. Damit für die Endmontage klar war, welches Bassteil zu welchem Diskantteil gehört, mussten diese mit Signaturen versehen werden. Ein weiterer Grund für das Signieren der Instrumente war, dass Alois Eichhorn-Steiner und seine Nachkommen akribisch Buch über die Herstellung der Instrumente geführt haben.

In chronologischer Reihenfolge waren folgende Angehörige der Familie Eichhorn für das Stimmen zuständig und haben die Instrumente mit Signaturen versehen (Abb. 1 bis 4 aus Ernst Roth: Schwyzerörgeli.Altdorf 2006):

 Abb1. Alois Eichhorn-Steiner (1865 - 1953, Firmengründer), stimmt und signiert Instrumente bis ca. 1925.

Abb. 2 Alois Eichhorn-Reichmuth (1894-1939, Erster Sohn von Alois Eichhorn-Steiner), stimmt und signiert Instrumente ab ca. 1920 bis zu seinem frühen Tod 1939. Sein Bruder Josef muss seine Ausbildung in Engelberg abbrechen und in der Firma seinen Bruder ersetzen.

Abb. 3 Josef Eichhorn (1897-1982, Zweiter Sohn von Alois Eichhorn-Steiner), stimmt und signiert Instrumente ab 1939 bis ca. 1950

Abb. 4 Alois Eichhorn (1924-2005, Sohn von Alois Eichhorn-Reichmuth), stimmt und signiert Instrumente ab ca. 1945 bis zu seinem Todesjahr 2005, ab 1990 gemeinsam mit Werner Greuter.

Anhand der Eigenschaften der Schriftzüge können wir auf die Person schliessen, welche die Signatur angebracht hat. Das folgende Beispiel (Abb. 5) zeigt eine Signatur in Sütterlin-Schrift, wie sie von Alois Eichhorn-Steiner geschrieben wurde.In diesem Fall kann mit Sicherheit gesagt werden, dass die Signatur von Alois Eichhorn-Steiner angebracht wurde, da zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Instruments die Firma noch in der Gründungsphase war und Alois noch kaum weitere Angestellte hatte.

Abb. 5 Signatur N 7 von Alois Eichhorn-Steiner
Abb. 6 Instrument um 1890 mit der Signatur N7
Abb. 7 Signatur von Alois Eichhorn-Steiner
Abb. 8 Signatur von Alois Eichhorn-Reichmuth
Abb. 9 Signatur von Josef Eichhorn. Auffallend
ist die grosse Schrift, was daher kommt, dass Josef
ein Augenleiden hat und daher schlecht sieht.
Abb. 10 Signatur von Alois Eichhorn  (1924-2005)


In Teil 3 dieser Beitragsfolge wird auf die Bedeutung der einzelnen Elemente des Codes eingegangen werden.



Freitag, 10. Februar 2012

Katalog der Fa. Eichhorn 1951


Katalog 1951, Umschlag 1

Katalog 1951, Umschlag 2 und Seite 1

Katalog 1951, Seiten 2 und 3


Katalog 1951, Seiten 4 und 5

Katalog 1951, Seiten 6 und 7
Im Katalog ist auf Seite 6 immer noch das Modell 6
mit Stöpselbässen aufgeführt. Es fehlt jedoch auf der
Preisliste von 1950 und wird nur noch auf speziellen Wunsch
hin hergestellt.

Katalog 1951, Seiten 8 und 9

Katalog 1951, Seiten 10 und 11

Katalog 1951, Seiten 12 und 13

Katalog 1951, Seiten 14 und 15.
Die Abbildungen wurden nachträglich in den Katalog
eingeklebt.

Katalog 1951, Seite 16 und Umschlag 3

Katalog 1951, Umschlag 4

Preisliste 1950 Seiten 1 und 4

Preisliste 1950 Seiten 2 und 3

Freitag, 3. Februar 2012

Ein eigenartiger Code, Teil 1

Im Inneren jeder Eichhorn-Orgel findet man einen seltsamen Code. Mit Bleistift oder Kugelschreiber geschrieben ist er auf der Innenseite des Bass-Gehäuseteils oder auf einem bassseitigen Stimmstock angebracht.

Abb. 1: Bassteil einer 8-bässigen Handharmonika von innen. Der Code befindet sich oben links neben der Schraube.
Im vorliegenden Fall (Abb. 1) lautet der Code: 39.v III. In der Regel finden wir Bestandteile des Codes, meist die erste Zahl, auch auf anderen Teilen des Instruments (Abb. 2).

Abb. 2: Gleiches Instrument wie in Abb. 1. Der erste Teil des Codes (39) ist auf einer Luftklappe angebracht.

Die Bedeutung dieses Codes erschliesst sich nicht auf den ersten Blick, dabei könnte er interessante Informationen zum Instrument liefern. Meine Nachforschungen haben ergeben, dass der Code Hinweise gibt auf:
  1. Die Person, welche das Instrument erstmals gestimmt hat.
  2. Das Baujahr des Instruments.
  3. Den Erstkäufer des Instruments.
Die folgenden Beiträge werden diesen drei Themenkreisen gewidmet sein. Dabei wird ersichtlich werden, dass der Code ohne Zusatzinformationen nicht lesbar ist und dass er sich, nach dem aktuellen Kenntnissstand, nur dadurch erklären lässt, dass es der Fa. Eichhorn wichtig war, ihre Betriebsgeheimnisse zu wahren und möglichst wenig Informationen zur Herstellung ihrer Instrumente nach Aussen dringen zu lassen.



Mittwoch, 1. Februar 2012

Militärpost

Umschlag

Seite 1

Seite 2

Leiden eines Musikanten 1941


Jeder Musikant kann dieses Leiden nachvollziehen. Der Ton wäre wohl heute weit weniger höflich. Wir wissen nicht, wann Alois sein Instrument erhalten hat, hoffen aber, dass es möglichst bald gewesen sei.