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Freitag, 19. April 2013

Dr Handorgeler von Meinrad Lienert


Die Fecker Ringgeler und Gantenbein aus Muotathal.

Bi blöiss ä arme Musikant.
D'Handorgele i myner Hand
Ist alles was i ha.
I spile druf durs Heimedland,
Sävil i mag und cha.

I mache jedre uf zuem Tanz,
Wo z'Hochsig goht im Jumpfrechranz,
Unt goht's bis z'Nacht am zwei.
Syg's dusse bsoge oder glanz,
I spile re bis hei.

Jo, Roseli, dir spili au!
I spil dr bis dr Tag wird grau,
Häst Hochsig mit dym Gsell.
I spil dr hei dur Ryff und Tau,
I Himel, mir i d'Hell.


Meinrad Lienert: 's Schwäbelpfyffli. Band II. Edition 91, Schwyz (1992)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Militärpost

Umschlag

Seite 1

Seite 2

Leiden eines Musikanten 1941


Jeder Musikant kann dieses Leiden nachvollziehen. Der Ton wäre wohl heute weit weniger höflich. Wir wissen nicht, wann Alois sein Instrument erhalten hat, hoffen aber, dass es möglichst bald gewesen sei.

Eine Bestellung von Fr. Stalder, Burgdorf


Fr. Stalder (Burgdorf, gestorben 1950) war der Vater von Rudolf Stalder (Kehrsatz), der ab 1967 für seine Stalder-Örgeli bekannt wurde. Ernst Roth ( Ernst Roth: Schwyzerörgeli. Geschichte - Instrumentenbau - Spielpraxis. Altdorf 2006) schreibt
Mit der Handharmonika stand er (Rudolf Stalder) schon von klein auf in enger Tuchfühlung. Denn sein Vater widmete ihr seine ganze Freizeit, indem er damit nicht zuletzt seinen schmalen Lohn als Magaziner aufbesserte. Die Handharfe diente ihm nämlich zum einen als Tanzmusikinstrument, zum anderen als Handelsware auf der Basis einer Vertretung, die er für die Schwyzerorgeln Robert Jtens und später die der Marke Eichhorn innehatte. Orgeln, die durch seine Hände gingen und die Aufschrift <Fr. Stalder, Burgdorf, Unt. Kirchbergstr. 49> oder <Fr. Stalder, Burgdorf, Verkauf erstklassiger Harfen> tragen, begegnet man mitunter noch heute.

Samstag, 24. Dezember 2011

Zweckentfremdung

Viktiorianischer Bottom-Up Kinderschuh, zweite Hälfte 19. Jhdt

In den Anfängen der Handharmonikaproduktion war es nicht möglich, benötigte Bestandteile, welche die Instrumentenbauer nicht selber herstellen konnten, einfach bei einem Lieferanten zu bestellen. Die Herstellung auf Wunsch war mit enormen Kostenfolgen verbunden, die Amortisation unsicher. Sie zeichneten sich daher durch grosse Fantasie und Improvisationsgabe aus, und entfremdeten Gegenstände des Alltags für ihre Zwecke. Hier ein Beispiel, wie  ursprünglich für Schuhe verwendete Porzellanknöpfe im Handharmonikabau einer neuen Bestimmung zugeführt wurden.

Hiermit verabschiede ich mich für dieses Jahr von den Leserinnen und Lesern dieses Blogs. Ich danke Ihnen für ihr Interesse und wünsche Ihnen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Freitag, 10. Juni 2011

Neulich in einem deutschen Motorrad-Forum

Rees Gwerder


Seebi Gwerder (Fätzels Seebel)
Standbilder aus diesem Youtube-Video

Joe: Mussen mann ein Villiger-Krumme rauchen, wann das Musikinstrument spielen?
Rolf: Sach ma, was hast Du als Suchbegriff eingegeben um DAS zu finden?..
Joe: Rolf, ich bin Mann mit unterschiedliche Interessen.
Rolf: Is ja ok,aber trotzdem irgenwie unheimlich.
Schraubfix: Nein, Joe. Man muss nicht, aber es hilft wahrscheinlich...

Sonntag, 17. April 2011

Ringiers Blatt für Alle. Das Bunte Magazin


Titelbild einer Ausgabe von Ringiers Blatt für Alle (gegründet 1930, eingestellt 1974). Dargestellt ist ein unbekannter Instrumentenbauer in seiner Werkstatt. Jahrgang und Nr. der Ausgabe unbekannt.