Montag, 28. Dezember 2015

Das Orgeli von Alois Suter (Lisäbethler)


Diese Instrument war Teil des Nachlasses den Leo Suter (2. 11.1897 - 12.9.1994), Sohn von Alois Suter (Lisäbethler) nach seinem Tod einem Nachbarn im Ried hinterliess (siehe auch Blogbeitrag vom 13. Oktober 2011). Dieses Instrument war eines der ersten Orgeli im Muotatal. Nach dem Tod von Alois Suter im Jahr 1950 erbte es Leo Suter, der gelegentlich damit musizierte.

Das Instrument wurde Ende 1994 von Martin Nauer (Schwyz) für SFr. 600.- revidiert und eingeschätzt (Abb. 1). Seither war es nicht mehr in Gebrauch. Im Dezember 2015 wurde es von Albert Marty und Walter Fässler total revidiert und ist jetzt wieder spielbar.

Abb. 1: Handschriftliche Notiz zum Lisäbehtler Orgeli von Martin Nauer aus dem Jahr 1994.

Abb. 2: Die Örgeli wurden oft in einer Schachtel aus starkem Karton gelagert.  Wer Zeit und Talent zum Schreinern hatte, baute sich  aber ein Köfferli aus Holz.


Abb. 3: Ein B-Es-Örgeli mit gestuftem Griffbrett auf der Melodieseite; 5 Kreuztöne und 6 Stöpselbässe. Alle Bässe sind diatonisch (B/F, Es/B, As/Des).  Balg mit 10 Falten. Die Metallecken am Balgrahmen sind nicht original und wurden vermutlich bei der Revision bei Karl Iten  im Jahr 1931 ersetzt (s. Abb. 7). Ein Fabrikantenschild fehlt.

Abb. 4: Bassseite mit 6 Stöpseln aus Messing. Unregelmässigkeiten in der Lochung des Bassverdecks weisen darauf hin, dass hier noch von Hand gearbeitet wurde.
Abb. 5: Rückseite; Gleiche Luftmechanik wie bei den Langnauerli.

Abb. 6: Diskantseite

Abb. 7: Unter dem vorderen Diskantverdeck befindet sich die Reparatursigel "Rep 14. V .1931 KIK"; Lese:  Reparatur 14. Mai 1931 Karl Iten und Kündig (Pfäffikon).


Abb. 8: Bassseite Innen: Grundbass zweifach, Begleitbass dreifach. Bleistift-Signatur "59 L" von Alois Eichhorn-Steiner rechts vom Luftloch. 

Abb. 9: Blick durch den Balg auf die Melodieseite. Das Instrument ist durchwegs mit Sonntag-Stimmen (Davidsstern-Stimmen) ausgestattet.
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Abb. 10: Rotes Balgpapier mit Sternen wurde bis um 1910 verwendet; es ist daher möglich, dass es sich um den Originalbalg handelt, der in diesem Falle inzwischen an die 125 Jahre auf dem Buckel hätte.









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